Archiv der Kategorie: Poesie

Friedrich Nietzsche – Sils-Maria

Sils-Maria   Hier saß ich, wartend, wartend, — doch auf Nichts, Jenseits von Gut und Böse, bald des Lichts Genießend, bald des Schattens, ganz nur Spiel, Ganz See, ganz Mittag, ganz Zeit ohne Ziel. Da, plötzlich, Freundin! wurde Eins zu … Weiterlesen

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Christian Fürchtegott Gellert – Der Tanzbär

Der Tanzbär Ein Bär, der lange Zeit sein Brot ertanzen müssen, Entrann, und wählte sich den ersten Aufenthalt. Die Bären grüßten ihn mit brüderlichen Küssen, Und brummten freudig durch den Wald. Und wo ein Bär den andern sah: So hieß … Weiterlesen

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Erich Kästner – Misanthropologie

Misanthropologie Schöne Dinge gibt es dutzendfach. Aber keines ist so schön wie diese: eine ausgesprochen grüne Wiese und ein paar Meter veilchenblauer Bach. Und man kneift sich. Doch das ist kein Traum. Mit der edlen Absicht, sich zu läutern, kniet … Weiterlesen

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J. W. v. Goethe – Allerdings

Allerdings Dem Physiker „Ins Innre der Natur“ – O du Philister! – „Dringt kein erschaffner Geist.“ Mich und Geschwister Mögt ihr an solches Wort Nur nicht erinnern; Wir denken: „Ort für Ort Sind wir im Innern.“ „Glückselig!, wem sie nur … Weiterlesen

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Heinrich Heine – Anfangs wollt ich fast verzagen

Heinrich Heine – Anfangs wollt ich fast verzagen (aus: Buch der Lieder, 1827) Anfangs wollt ich fast verzagen, Und ich glaubt’ ich trüg’ es nie, Und ich hab’ es doch getragen, – Aber fragt mich nur nicht, wie?   Quelle.

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Rainer Maria Rilke – Wenn es nur einmal so ganz stille wäre

Rainer Maria Rilke Wenn es nur einmal so ganz stille wäre Wenn es nur einmal so ganz stille wäre. Wenn das Zufällige und Ungefähre verstummte und das nachbarliche Lachen, wenn das Geräusch, das meine Sinne machen, mich nicht so sehr … Weiterlesen

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Wilhelm Busch [II]

Kritik des Herzens Die Selbstkritik hat viel für sich. Gesetzt den Fall, ich tadle mich, So hab‘ ich erstens den Gewinn, Daß ich so hübsch bescheiden bin; Zum zweiten denken sich die Leut, Der Mann ist lauter Redlichkeit; Auch schnapp‘ … Weiterlesen

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