Friedrich Nietzsche – Anzeichen von Freiheit und Unfreiheit

Anzeichen von Freiheit und Unfreiheit. – Seine notwendigen Bedürfnisse so viel wie möglich selber befriedigen, wenn auch unvollkommen, das ist die Richtung auf Freiheit von Geist und Person. Viele, auch überflüssige Bedürfnisse sich befriedigen lassen, und so vollkommen als möglich, – erzieht zur Unfreiheit. Der Sophist Hippias, der alles was er trug, innen und außen, selbst erworben, selber gemacht hatte, entspricht eben damit der Richtung auf höchste Freiheit des Geistes und der Person. Nicht darauf kommt es an, daß alles gleich gut und vollkommen gearbeitet ist; der Stolz flickt schon die schadhaften Stellen aus.

Wie vorheriger Artikel ein Auszug aus „Menschliches, Allzumenschliches“ – gemeinfrei und einsehbar bei: http://www.zeno.org/nid/20009243666

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