Um dieselbe Mitte

Der Blick fällt ungeschärft
auf Antiquiertes –
Lederkoffer, Fensterrahmen
alles Sinnen kann nur ahnen.
Ist es gut und wird es?

Fingerkuppen gleiten hadernd
um verfranste Bilderecken –
ertasten das Gefühl des Gestern
im Dämmerlicht der Gegenwart
und zögern zu entdecken.

Ruhlos ziehen die Gedanken
statt in Reihe stets im Reigen
und kreisen um dieselbe Mitte.

Jeder Morgen trägt ein Schweigen.
Und ungehört verstreicht die Bitte,
dass die Zeit uns Einsicht schicke.

[07.10.2008]

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