G. C. Lichtenberg: Aphorismen, Teil I.

Man kennt das ja, man sammelt hier und da ein paar Aphorismen, kritzelt Servietten voll, heftet Post-Its in Notizbücher, stopft das Notepad und den Editor voll, nur um danach in der so genannten Ordnung unterzugehen. Nun wollte ich hier eigentlich ein paar vortreffliche Aphorismen von Lichtenberg aufführen, die ich in einer alten Editor-Datei gefunden habe. Suche also zu Illustrationszwecken eine Fotografie, lande bei Wikipedia und erfahre dann bei Amazon, dass die Sudelbücher über 650 Seiten füllen. WTF?! Und ich will hier mit läppischen vier aufwarten, die vermutlich nicht mal die besten sind? Gut, die Sudelbücher sind nun zumindest in der Wunschliste und wenn ich sie denn gelesen habe, folgt der eigentliche Beitrag. Nichtsdestotrotz die vier, die mich vor etwa vier Jahren beeindruckt haben:

„Dass in den Kirchen gepredigt wird, macht deswegen die Blitzableiter auf ihnen nicht unnötig.“

„Der Mensch kommt unter allen Tieren in der Welt dem Affen am nächsten.“

„Heutzutage machen drei Pointen und eine Lüge einen Schriftsteller.“

„Ist es nicht seltsam, dass die Menschen so gern für ihre Religion fechten und so ungern nach ihren Vorschriften leben?“

Der Mann muss einen unglaublich scharfen und hellen Verstand gehabt haben. Von seinem charmant-subtilen Humor einmal abgesehen.

Weiteres hier.

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