Drei Gräber

Einen Blick hinaus,
raus, raus aus diesem engen Turm,
aus Stahl, aus Glas, aus Unvernunft.
In den Garten, warten, harren, bleiben.
Schaukeln, Lieder wiegen und zur Abwechslung
mal auf etwas hartem liegen. Das sticht und drückt,
erinnert sanft wie eine Abrissbirne: ich kann noch fühlen!
Es müssen keine Kirchen sein.
Stattdessen: Schaufel, Spaten, gut beraten sich ans Werke machen:
Todernst blicken, Schmunzeln, Augenkino, Reflektion.
Nun noch Klatschen, und: drei Gräber schaufeln.
Dem Leistungsdruck die Luft abdrehen.
Dem Dogma rasch die Füße brechen.
Dem höllisch Anderen das Aug‘ ausstechen,
atmen, lächeln, atmen, gehen.

[16.07.2009]

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