Siehmal! Denkmal!

Siehmal! Denkmal! (10.12.2010)

Siehmal! Denkmal! –
Und sieht das Denkmal einmal,
geht vorüber, bald vergessen,
bleibt doch keinmal, bloß ein Siehmal –
ohne Augen, ohne Mund.

Und unumwunden wundenlos
wandert dieses Mahnmal –
funkenlos und ganz erstickt,
nicht ins denke! und zertrümmert,
sondern stirbt an dessen Stufe.

Und sieht das Denkmal zweimal,
erkennt, das Mal, das Kainsmal –
und’s wird zum Sediment. Und brennt
fort. Und lenkt. Und läutert seine Schritte.
Und’s gedenke! wird ihm gar zur Mitte.

Und jedes Denkmal wird ihm Denkmal,
und Merkmal seiner Blicke,
und sein Selbst zur Brücke,
zwischen Staub und Hierseits.

Eingedrungen, fest verankert,
dieses Dauern ist ein Denkmal.

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