Henry David Thoreau – Walden. Auszug aus Kapitel V.

V. Einsamkeit
Ein köstlicher Abend, wenn der ganze Körper ein Sinn, eine Empfindung ist und mit jeder Pore Entzücken atmet! Ich bewege mich mit erstaunlicher Zwanglosigkeit in der Natur, ein Teil ihrer selbst. Wenn ich bei kühlem, bewölktem, windigem Wetter in Hemdsärmeln das steinige Seeufer entlanggehe und nichts meine besondere Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt, fühle ich eine ungewöhnliche Übereinstimmung mit den Elementen, die mich umgeben. Ich bin so in Einklang mit dem zitternden Espen- und Pappellaub, dass es mir fast den Atem benimmt. Und doch ist mein Gemüt nicht beunruhigt, nur oberflächlich gekräuselt wie der See. […]

hier zu kaufen.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Emergenz und Horizonte veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.